Ab 1. Februar 2016 gilt die IBAN als Bankkontonummer auch für Privatkunden

SEPA hat den bargeldlosen Zahlungsverkehr in Deutschland verändert: Firmen- und Gewerbekunden, Kommunen und Vereine arbeiten bereits seit dem 1. Februar 2014 mit dem europaweit einheitlichen Zahlverfahren. Ab Februar 2016 wird SEPA auch für Privatkunden Pflicht.

v.l.: Guido Goletz und Stefan Eidt, Zahlungsverkehrsspezialisten der VR-Bank

Der bargeldlose Zahlungsverkehr erfolgt ab 1. Februar 2016 vollständig nach den europaweit einheitlichen Zahlverfahren SEPA (Single Euro Payments Area). „An diesem Tag enden die bisherigen, vom europäischen Gesetzgeber gewährten Übergangsfristen für Verbraucher, die während der letzten beiden Jahre neben den SEPA-Zahlverfahren auch noch die alten nationalen Verfahren anwenden konnten“, informiert Guido Goletz, Zahlungsverkehrsexperte der VR-Bank. Somit gilt bei Überweisungen und Lastschriften ab 1. Februar dieses Jahres ausschließlich die internationale Bankkontonummer IBAN (International Bank Account Number). Ab diesem Stichtag tritt zudem eine Vereinfachung in Kraft: Die internationale Bankleitzahl BIC (Business Identifier Code) ist nur noch bei grenzüberschreitenden Zahlungen in Länder außerhalb der Europäischen Union anzugeben. Das gilt beispielsweise auch für die Türkei.

Um auch weiterhin Zahlungen so bequem wie bisher ausführen zu können, unterstützen die  deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken ihre Kunden. Die Kontodaten aller Kunden wurden bereits auf die SEPA-Zahlverfahren umgestellt. Dies erfolgte für die Daueraufträge sowie für die gespeicherten Überweisungsvorlagen im Onlinebanking Ende 2013 automatisch. Bankkunden können dem Umstellungsdatum also gelassen entgegensehen. Wer noch eine nicht SEPA-fähige Banking-Software zu Hause verwendet, dem helfen die Bankberaterinnen und -berater der VR-Bank gerne weiter. Alle Softwareprodukte der genossenschaftlichen FinanzGruppe sind seit Jahren fit für SEPA. „Wenn Kunden noch sehr alte Überweisungsformulare zu Hause haben, in denen kein IBAN-Feld enthalten ist, empfehlen wir, diese vor dem Februar-Stichtag auf jeden Fall auszumustern“, rät Guido Goletz.  

Die IBAN setzt sich in Deutschland aus bekannten Bestandteilen, die insgesamt 22 Zeichen umfassen, zusammen. Sie besteht aus einem internationalen Teil, dem zweistelligen Länderkennzeichen (in Deutschland „DE“) und einer zweistelligen Prüfzahl, sowie den ehemaligen nationalen Komponenten, der bisherigen nationalen Kontonummer und Bankleitzahl. Die Prüfzahl dient dazu, eventuelle Zahlendreher zu erkennen, um Fehlüberweisungen zu verhindern, und schafft so noch mehr Sicherheit für die Bankkunden. Ihre IBAN finden Verbraucher beispielsweise auf ihrer girocard oder ihren Kontoauszügen. Wer eine Rechnung begleichen muss, entnimmt die IBAN der Rechnung oder dem Briefbogen des Vertragspartners. Findet man diese Angaben dort nicht, sollte man den Vertragspartner danach fragen.

Unternehmen und Vereine setzen bereits seit 2014 ausschließlich die SEPA-Verfahren ein. „Die Umstellung unserer Firmenkunden auf die SEPA-Verfahren verlief seinerzeit reibungslos. Seitdem ist SEPA für Unternehmen Alltag und damit haben sich auch die Verbraucher bereits an die IBAN gewöhnt. Unsere Mitarbeiter geben den Verbrauchern selbstverständlich weiterhin gerne Hilfestellung bei Fragen zur Anwendung der SEPA-Verfahren“, so Goletz weiter.

Kunden, die Onlinebanking auf Smartphone oder Tablet betreiben, können die mobile Banking-App "VR-Banking" der VR-Bank bequem nutzen. Seit Ende 2014 sind zudem sogenannte QR-Codes bei Überweisungen nutzbar. Diese Codes werden künftig immer häufiger auf Rechnungen oder Zahlscheinvordrucken zu finden sein. Sie enthalten analog zum Überweisungsbeleg relevante Zahlungsdaten wie Empfängername, IBAN, Zahlbetrag und Verwendungszweck. Die Nutzung des QR-Codes ist schnell, bequem und reduziert die Gefahr von Fehleingaben. Um eine Überweisung so zu tätigen, scannt man den QR-Code der Rechnung oder des Überweisungszahlscheines über die entsprechende Funktion „GiroCode“ in der VR-Banking-App ein.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der VR-Bank unter www.vr-bank.com.