Vertreterversammlung 2016

Sehr gut gerüstet für die nächsten Jahre

Zustimmung zur Fusion und zur strategischen Ausrichtung

Mit der Vertreterversammlung am 12. Juli 2016 konnte die VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg eG im Dr. Durstewitz-Saal des Herz- und Kreislaufzentrum in  Rotenburg bilanziell einen Schlussstrich unter ihr vergangenes Geschäftsjahr ziehen. Vor allem die konsequente Ausrichtung als regionale Genossenschaftsbank zeige Wirkung und bescherte der VR-Bank wieder ein sehr gutes Ergebnis in Folge.
„Insgesamt sei das genossenschaftliche Geschäftsmodell  ein wesentlicher Grund dafür, dass die genossenschaftliche Bankengruppe aktuell die erfolgreichste und am besten geratete Bankengruppe in Europa ist,“ beschreibt Thomas Balk, als Vorstandsmitglied der VR-Bank für das Kundengeschäft verantwortlich.

Die vier Vorstandsmitglieder mit den beiden Ausfichtsratsvorsitzenden:Reinhard Seifert (AR-Vorsitzender der Bankverein Bebra eG), Hans-Georg Germeroth, Wilfried Stolz (beide Vorstandsmitglieder Bankverein Bebra eG), Reinhold Martin Biel (AR-Vorsitzender der VR-Bank), Hartmut Apel und Thomas Balk (beide Vorstandsmitglieder VR-Bank)
Die vier Vorstandsmitglieder mit den beiden Ausfichtsratsvorsitzenden:Reinhard Seifert (AR-Vorsitzender der Bankverein Bebra eG), Hans-Georg Germeroth, Wilfried Stolz (beide Vorstandsmitglieder Bankverein Bebra eG), Reinhold Martin Biel (AR-Vorsitzender der VR-Bank), Hartmut Apel und Thomas Balk (beide Vorstandsmitglieder VR-Bank)

Erfolg wird auch an Zahlen gemessen
Im Team berichteten die Vorstandsmitglieder Hartmut Apel und Thomas Balk über das abgelaufene Geschäftsjahr und stellten das positive Geschäftsergebnis in Bildern und Zahlen vor.

 „2015 war ein bewegtes, aber dennoch stabiles und erfolgreiches Geschäftsjahr für die VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg eG. Trotz unverändert niedriger Zinsen und stetig zunehmender aufsichtsrechtlicher Anforderungen konnten wir unsere Marktposition weiter erfolgreich ausbauen – nachhaltig, solide und mit stabilem Erfolg“ so fast Hartmut Apel seinen Jahresbericht zusammen.
„Die Verbundenheit mit der Region, den Mitgliedern und Kunden vor Ort war auch in 2015 die Basis für eine überdurchschnittliche geschäftliche Entwicklung und Ertragslage“, ergänzt dazu Thomas Balk.


Die Kernaussagen in Zahlen:

  • Erneut konnten in einem Jahr 554 neue Mitglieder und 893 neue Kunden gewonnen werden. Mit 18.816 Mitgliedern ist damit fast jeder zweite Kunde auch Mitglied bei der VR-Bank.
  • Neue Kredite konnten in Höhe von 104 Mio. Euro vergeben werden. Insgesamt stieg das betreute Kundenkreditvolumen auf rund 454 Mio. Euro.
  • Bemerkenswert ist, dass die betreuten Kundeneinlagen um rund 52 Mio. Euro auf 850 Mio. Euro gestiegen sind. Umso mehr, da zahlreiche Kunden aufgrund der niedrigen Zinsen ihr Geld aktuell eher investieren statt es anzulegen.
  • Das betreute Gesamtkundenvolumen erhöhte sich um 74 Mio. Euro auf 1.317 Mrd. Euro und belegt erneut ein lebhaftes Kundengeschäft und kräftiges Wachstum. Darauf ist die VR-Bank besonders stolz.
  • Die Bilanzsumme der Bank beträgt rund 630 Mio. Euro gegenüber 581 Mio. Euro im Jahr davor.
  • Der Zinsüberschuss sowie ein sehr gutes Vermittlungsergebnis in Höhe von allein 5,8 Mio. Euro sind überdurchschnittlich. Beide Werte untermauern so die nachhaltige Ertragskraft der Bank.
  • Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt mit 1 % der durchschnittlichen Bilanzsumme bzw. mit 6,1 Mio. Euro in dem geplanten Korridor.
  • Die Eigenkapitalstruktur und –ausstattung ist wie bisher überdurchschnittlich gut. Damit ist die VR-Bank auch für die kommenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen bestens gerüstet.
  • Das Eigenkapital konnte daraus weiter gestärkt werden und beträgt jetzt rund 76,9 Mio. Euro und liegt deutlich über dem Wert vergleichbarer Banken

VR-Bank und ihre Mitarbeiter
Finanzdienstleistungen haben bei der VR-Bank ein Gesicht, dafür sorgen die 146 Mitarbeiter, die fast alle aus der heimischen Region stammen. Auch die Tochtergesellschaft „VR-Immobilien & Service GmbH“ beschäftige mittlerweile zusätzlich 26 Mitarbeiter in fünf banknahen Dienstleistungssparten, die das Angebot der VR-Bank sinnvoll ergänzten. Hier suche die GmbH sogar nach weiteren Mitarbeitern zum Vertrieb digitaler Dienstleistungen sowie zur Verstärkung der Handwerker-Teams.

Mit einer Ausbildungsquote von 14,8 % liege die VR-Bank mit 21 Auszubildenden deutlich über den Werten der Branche. „Diese hohe Quote ist ein starkes Zeichen für die Verwurzelung unserer Bank in der Region und dafür, dass wir die Verpflichtung Ausbildungsplätze zu schaffen, sehr ernst nehmen“, so Apel. Für das Ausbildungsjahr 2016 wurden bereits fünf neue Ausbildungsverträge geschlossen. „Wir wissen, dass wir unseren Erfolg dem großen Engagement und den hervorragenden Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdanken“, betonten die Vorstandsmitglieder Apel und Balk.

Auszeichnungen für beste Beratungsqualität

Die VR-Bank erhielt im abgelaufenen Jahr verschiedenste Auszeichnungen. Im „CityContest“ 2015 bekam die Bank die doppelte Auszeichnung für die beste Beratung in der Privat- und Firmenkundenberatung vor Ort.
Aktuell wurde die VR-Bank zum zweiten Mal als erfolgreichste Fördermittelbank in der „Region Deutschland Mitte“ ausgezeichnet.

Neue Geschäftsfelder
„Die Rahmenbedingungen in der Finanzbranche erfordern aus unserer Sicht einen deutlich spürbaren Aus- und Umbau der VR-Bank“, ist sich Thomas Balk sicher.
„Die Themen „Digitalisierung“ und „Nachhaltigkeit“ sowie die deutliche Erweiterung unserer Dienstleistungen stehen dabei im Vordergrund.
Und zwar ohne unsere auf Nähe und Qualität ausgerichtete Geschäftspolitik zu vernachlässigen,“ ergänzt Hartmut Apel die zukünftige strategische Ausrichtung der Genossenschaftsbank.
„Dies planen wir unter anderem mit Direktinvestitionen in ausgewählte Immobilien und neuen Dienstleistungen über die Tochtergesellschaft „VR-Immobilien und Service GmbH“ so Apel weiter.

Neues Filialkonzept
Ebenso wurde mit der Filiale Heringen mit einem neuen Muster-Filialkonzept auf das veränderte Kundenverhalten und die immer weiter voran schreitende Digitalisierung reagiert. Zugangswege wie das Internet und das Online-Banking sowie des bargeldlosen Bezahlens machten Filialbesuche für Kunden immer weniger notwendig.
Einzelne Kreditinstitute reagierten auf diese Herausforderungen mit Filialschließungen und dem Rückzug aus der Fläche. Eine Option, die so nicht mit dem strategischen Anspruch: "Eine Filiale je Gemeindesitz oder Stadt" der VR-Bank zu vereinbaren sei. Wie der Lösungsansatz für zukunftsfähige Filialen aussehe, können sich Interessierten gerne in Heringen anschauen.

Das persönliche Beratungsgespräch mit dem gewohnten Berater stehe im Vordergrund.
Darüber hinaus könne der Filialbesucher über ein Video-Terminal Kontakt mit einem
hilfsbereiten Mitarbeiter des neu geschaffenen Bereichs „VR-Direkt“ aufnehmen und in persönlichen Dialog treten.
 
Die Vertreterversammlung genehmigte den Jahresabschluss 2015, entlastete die Mitglieder des Vorstandes sowie des Aufsichtsrates für das abgelaufene Geschäftsjahr und beschloss eine Dividende in Höhe von 6,4 Prozent je Geschäftsanteil.
Im Namen des Aufsichtsrates dankte der Aufsichtsratsvorsitzender Reinhold Martin Biel dem Vorstand für die im letzten Jahr geleistete gute Arbeit und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ebenso galt sein Dank den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Jeweils 100 % Zustimmung der Mitglieder    
In einem besonderen Tagesordnungspunkt wurde anschließend über die Verschmelzung beider Banken zur „VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg eG“ entschieden.
In ihren jeweiligen Versammlungen gaben die Mitglieder beider Banken ihre 100prozentige Zustimmung zur Fusion. Während die anwesenden Mitglieder der Bankverein Bebra eG am Montag im Hessischen Hof in Bebra Ihr Ja-Wort zur Fusion gaben, zogen die Vertreter der VR-Bank Bad Hersfeld Rotenburg eG am Dienstag in Rotenburg einstimmig nach.

Aus einer Position der Stärke heraus und auf Augenhöhe wollen die VR-Bank und der Bankverein Bebra ihre Kräfte bündeln und gemeinsam die Zukunft gestalten. Beide Banken sind wirtschaftlich erfolgreich und verfügen über eine stabile Vermögensbasis. Gerade deshalb ist der Zeitpunkt für einen Zusammenschluss besonders sinnvoll. Die geplante Verschmelzung beider genossenschaftlicher Banken bedeutet einen Zusammenschluss zweier leistungsstarker Partner, die ihren Mitgliedern und Kunden schon heute hohe Qualität in allen Finanzdienstleistungen bieten.

Änderungen im Aufsichtsrat
Die turnusgemäß ausscheidenden Mitglieder Gerhard Fröhlich und Heinz Müller wurden von der Vertreterversammlung der VR-Bank für eine weitere Periode als Aufsichtsräte wiedergewählt. Herr Karl-Heinz Richardt scheidet auf Grund des Erreichens der Altersgrenze aus. Er wurde für seine Verdienste besonders geehrt. Neu in den Aufsichtsrat wurden die Herren Reinhard Seifert aus Bebra, Matthias Kaiser aus Bebra, Fritz Aschenbrenner aus Heinebach und Dieter Schönborn aus Alheim vom Bankverein Bebra eG gewählt.