VR-Bank besucht mit mittelständischen Unternehmern den Wirtschaftstag der Volks- und Raiffeisenbanken 2015

Auf Einladung der Volksbanken Raiffeisenbanken kommen jedes Jahr 2.500 Mittelständler zum größten deutschen Unternehmertreffen zusammen. In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto „Wohlstand – Freiheit – Sicherheit: Szenarien für eine Welt im Umbruch“. In der ausgebuchten Jahrhunderthalle in Frankfurt diskutieren hochrangige Vertreter von Politik und Wirtschaft das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Udo van Kampen und Sandra Maischberger moderieren durch den Tag.

Auch die VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg eG hatte ihre mittelständischen Unternehmer aus dem Landkreis Bad Hersfeld-Rotenburg zu dem diesjährigen Wirtschaftstag eingeladen. Sie wurden von Carsten Rabe, Bereichsleiter für Firmenkunden und PrivateBanking, Jürgen Bock, Betreuer PrivateBanking und Alfred Bachmann, Firmenkundenbetreuer begleitet.

Michael Bockelmann, Präsident des Genossenschaftsverbands, eröffnete die Veranstaltung mit einer Einordnung, wie Unternehmen auf Veränderungen reagieren und wie sie die positiven Chancen von Veränderungsprozessen nutzen können. Der Verbandspräsident des größten genossenschaftlichen Prüfungsverbands zeigte auf, dass auch traditionelle Anbieter neue Geschäftsmodelle erschließen können.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker steht in der Flüchtlingsfrage fest an der Seite von Kanzlerin Merkel und fordert von den anderen EU-Staaten mehr Solidarität. Dies erklärte der Kommissions-Chef auf dem Wirtschaftstag der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Eine solidarische Lösung des Flüchtlingsproblems ist nach den Worten Junckers eine Existenzfrage für Europa.

Mit Blick auf die geplante Vergemeinschaftung der Einlagensicherung der Banken erklärte Juncker, Volksbanken und Raiffeisenbanken würden nicht „in dem Maße“ tangiert sein wie andere Kreditinstitute. „Ich mag Genossenschaftsbanken“, betonte der EU-Kommissionspräsident. Daher werde er die Besonderheiten der nationalen Besonderheiten bei der Reform der Einlagensicherung angemessen berücksichtigen. „Der deutsche Sparer wird nicht geradestehen für Ausfälle in anderen Staaten“, versicherte Juncker. Nur wenn bei einer Mega-Krise die nationalen Sicherungstöpfe nicht ausreichten, müssten die Systeme anderer Länder über eine Rückversicherung einspringen.

Die Vorsitzende der Fraktion „Die Linke“, Sahra Wagenknecht, und der hessische Finanzminister, Thomas Schäfer, diskutierten über die Verteilung von Wohlstand. Deutschlands Zukunft liege nicht im Billiglohnsektor und in Rentenkürzungen, sondern in Qualität und Innovation. Banker sollten Diener der Realwirtschaft und keine Spekulanten sein, betonte Wagenknecht. Deutschland sei mit den Genossenschaftsbanken hier gut aufgestellt.

Schäfer plädierte für eine „Agenda 2030“. Das Grundproblem liege darin, dass ein Teil der Gesellschaft glaube, man müsse nichts weiter tun, um den Wohlstand zu sichern. Dabei seien Reformen und Anpassungen notwendig.