Grundsolide - Bodenständig - Kerngesund - Keine Experimente

Wann ist eine Bank gut, wann ist sie erfolgreich? Für wen muss sie gut sein und für wen erfolgreich? Diese Fragen werden von Genossenschaftsbanken anders beantwortet als von Banken, die sich als Global-Player verstehen. Die VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg eG sieht sich in erster Linie ihren fast 19.000 Mitgliedern, ihren Kunden, ihren Mitarbeitern und der Region verpflichtet, beschreiben die beiden Vorstandsmitglieder der VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg eG, Thomas Balk und Roland Tries ihre Verantwortung.

Das Jahr 2013 war - wie die vorhergehenden Jahre - nach wie vor von Unsicherheiten wie die Schuldenkrise und die Sorgenfalten um den Euro geprägt. Die aufsichtsrechtlichen Regulierungen trafen dabei nicht nur die Verursacher der Finanzkrise, auch die VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg eG muss die neuen Anforderungen tagtäglich umsetzen. „Vor diesem Hintergrund haben sich unsere Prinzipien "grundsolide", "bodenständig" und frei nach Konrad Adenauer "keine Experimente" als Erfolgsgaranten für eine kerngesunde Bank im Landkreis erwiesen.“ so Balk weiter.

 

Neben den ständig neuen regulatorischen Anforderungen vergisst die VR-Bank ihre Basis nicht. Sie ist eine echte Beraterbank. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten stehen das Mitglied, der Kunde, der Mitarbeiter und die Region. „Wir begleiten unsere Kunden und Mitglieder ein Leben lang und erarbeiten gemeinsam Lösungen für alle finanziellen Fragen - fair und partnerschaftlich. Mit unserer genossenschaftlichen Beratung stellen wir uns individuell auf alle Kunden- und Mitgliederbedürfnisse ein. Wir sind Teil des regionalen Wirtschaftskreislaufs und bieten Mitgliedern und Kunden sichere Anlagealternativen für ihre Ersparnisse. Eben diese Gelder stellen wir anderen Mitgliedern und Kunden zur Finanzierung ihrer Investitionsvorhaben zur Verfügung. Wir verzichten ganz bewusst auf riskante Eigenhandelsgeschäfte, um Ergebnisse kurzfristig nach oben zu puschen und sind uns unserer Verantwortung und Bedeutung für unsere Region bewusst. Für uns ist das die moderne Umsetzung des Förderauftrages für unsere Mitglieder - des Paragraphen 1 unseres Genossenschaftsgesetzes“, so Thomas Balk.

 

Vor diesem Hintergrund war das Jahr 2013 - wie die Jahre davor - eine Herausforderung, die in sehr guter Manier bewältigt wurde.

 

VR-Bank in 2013

Im gesamtwirtschaftlichen Umfeld konnte die VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg eG im Jahr 2013 ihre Marktposition weiter ausbauen. Die Gesamtkredite an Kunden erhöhten sich um rund 6 Mio. Euro auf 332 Mio. Euro. Allen wirtschaftlich berechtigten Kreditanfragen konnte in 2013 nachgekommen werden - auch in 2013 galt, von Kreditklemme keine Spur. Die Gesamteinlagen sind geringfügig auf 444 Mio. Euro gesunken, was überwiegend dem hohen Investitionsvolumen der Kunden aufgrund der niedrigen Zinsen geschuldet war. Insgesamt bevorzugten die Mitglieder und Kunden auch in 2013 wieder sichere Anlagen. Die Bilanzsumme reduzierte sich auf insgesamt 560 Mio. Euro.

 

Stolz ist die VR-Bank auf das betreute Kundenvolumen. „Zusammen mit den Vermittlungsleistungen, die wir in der genossenschaftlichen FinanzGruppe erbracht haben, kommen wir insgesamt auf ein betreutes Kundenvolumen von rund 1,19 Milliarden Euro, was einer Steigerung um rund 30 Mio. Euro entspricht“ erläutert Thomas Balk.

Zum betreuten Kundenvolumen gehören alle Gelder, die die Kunden bei der VR-Bank und deren Verbundpartnern angelegt oder als Kredit aufgenommen haben. Verbundpartner sind unter anderem die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG und die Fondsgesellschaft Union Investment, die jeweils Deutschlands Marktführer in ihrem Segment sind. „Auch die zweitgrößte deutsche Versicherung - die R+V Versicherungs AG - gehört dazu“, so Balk weiter.

 

Ein überdurchschnittliches Zinsergebnis von rd. 15,5 Mio. Euro und ein ebenso gutes Provisionsergebnis von über 5,4 Mio. Euro untermauern die nachhaltige Ertragskraft der Bank.

So beläuft sich das Betriebsergebnis vor Bewertung auf nahezu 6,7 Mio. Euro. Das entspricht einem Wert von knapp 1,2 Prozent der Bilanzsumme und befindet sich damit auf dem Niveau des Jahres 2012. Das gute Ergebnis blieb aufgrund des sehr geringen Abschreibungsbedarfs auch nach Bewertung erhalten.

 

"Auch im vergangenen Jahr hat die VR-Bank in die Fortbildung ihrer Mitarbeiter investiert, wie 411 Weiterbildungstage belegen. Dabei haben die Ausgaben in Bildung und Wissen mit 232 Tsd. Euro weiterhin einen bewusst gewollt hohen Wert." so Roland Tries.

 

Mitglieder und Kunden in der Firmen- und Privatkundenberatung

„Der regelmäßige Kontakt zu unseren Kunden ist uns sehr wichtig und laut Ergebnis unserer Kundenbefragung aus dem Mai 2013 ein Wunsch, der unseren Kunden sehr am Herzen liegt.

Mit 30.855 Beratungsgesprächen im Jahr 2013 können wir von uns behaupten, mit fast jedem unserer Kunden oder jeder Familie in 2013 ein Gespräch geführt zu haben“ erläutert Thomas Balk. Dabei werden die Ziele und Wünsche der Mitglieder aufgenommen und für jeden Kunden eine individuelle Lösung erarbeitet. Da sich die Ziele und Wünsche eines jeden Menschen im Laufe der Zeit ändern und verschieben, werden diese in weiteren Beratungsgesprächen immer wieder miteinander abgeglichen.

In über 1927 Baufinanzierungsberatungen und Gesprächen wurde alleine in 2013 ein Volumen von 31 Mio. Euro neu nachgefragt.

 

SEPA - Irrungen und Wirrungen aus Brüssel

Im Jahr vor der Einführung des einheitlichen Zahlungsverkehrs in Europa, hat die VR-Bank ihre Kunden aktiv auf den Übergang zu SEPA vorbereitet. In unzähligen Beratungsgesprächen mit  Firmenkunden und acht Informationsveranstaltungen für Firmen und Vereine wurden diese frühzeitig auf den Umstellungstermin am 1.2.2014 vorbereitet. „Gemeinsam mit unseren Firmenkunden und Vereinen sind wir startklar. Die von der EU-Kommission angeregte Verschiebung des Umstellungstermins auf den 1.8.2014 können wir nicht nachvollziehen. Einer Verschiebung können wir aus den genannten Gründen nichts abgewinnen, im Gegenteil, wenn es irgendwo in Europa Probleme geben sollte, werden diese dadurch nicht behoben sondern nur verschoben“, so Thomas Balk.

 

Soziales Engagement

Die VR-Bank übernimmt Verantwortung für die Region und unterstützte wieder gesellschaftliche und gemeinnützige Projekte.

„So haben wir im letzten Jahr allein mit unserer VR-VereinsFörderung Projekte von 182 Vereinen gefördert.“ berichtet Vorstandsmitglied Roland Tries. Insgesamt vergab das Kreditinstitut im Jahr 2013 Förderbeträge im Wert von 104.100 Euro. Zusätzlich wurden drei weitere nagelneue VW Up! als VR-Mobile angeschafft, die dann an gemeinnützige Einrichtungen im Geschäftsgebiet der Bank verschenkt wurden. Insgesamt fahren mittlerweile sieben VR-Mobile im Landkreis herum. „In 2014 kommen sicher weitere hinzu“ so Tries weiter.

Mit rd. 807.000 Euro gezahlter Gewerbesteuer unterstützte die VR-Bank indirekt die Infrastruktur und stärkte mit den Gehältern der Beschäftigten zusätzlich die Kaufkraft der Region.  An Steuern werden jährlich insgesamt rd. 1,8 Mio. Euro an das Finanzamt abgeführt.

 

Die handwerklichen Betriebe der Region durften sich über ein Auftragsvolumen in 2013 von 788.000 Euro freuen, denn die VR-Bank setzt soweit es möglich ist bei Modernisierungsmaßnahmen und Reparaturarbeiten auf die Betriebe in der Region.

 

Die VR-Bank als Arbeitgeber

Per 31.12.2013 beschäftigt die VR-Bank 148 Mitarbeiter - hinzu kommen 29 Auszubildende, das entspricht einer Ausbildungsquote von 19 Prozent - ein überdurchschnittlicher Wert.

In der Tochtergesellschaft, der VR-Immobilen & Service GmbH werden weitere 19 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit beschäftigt.

„Im Gegensatz zu vielen anderen Finanzdienstleistern halten wir fest am Prinzip des Festgehaltes. Es gibt keine offene oder versteckte Provisionszahlungen. Experimente mit variablen Gehaltszahlungen stehen wir skeptisch gegenüber, denn wir wollen einzig und allein die Wünsche und Bedürfnisse unserer Mitglieder und Kunden im Blick haben. Auch in diesem Punkt sind wir der aktuellen Forderung der Verbraucherschützer schon Jahre im Voraus begegnet“ erläutert Roland Tries.

 

Ausblick 2014

„Die VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg eG geht mit Optimismus in das Jahr 2014, zumindest für den Teil, der durch uns gestaltbar ist. Gefahren sehen wir in den Entscheidungen aus der europäischen Finanzpolitik und in der weiterhin lang anhaltenden Niedrigzinsphase. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind gut auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereitet. Eine Bündelung der genossenschaftlichen Kräfte in der Region halten wir jedoch für richtig und werden weiter dafür werben.“ beschreibt Thomas Balk seine Gedanken an das Jahr 2014.

 

 „Wir sind und bleiben grundsolide, bodenständig und wollen unser kerngesundes Grundgerüst durch keinerlei Experimente gefährden.“ fasst Roland Tries das Vorgehen für 2014 in einem Satz zusammen.